8 Jan 2020

Modernes Arbeiten und der Einfluss auf Unternehmen und Mitarbeiter

Weg vom 9-5-Denken hin zu einem flexiblen Arbeiten.

Kathleen Ix, Innovation & Strategy Director

Weg vom 9-5-Denken hin zu einem flexiblen Arbeiten: Das Buzzword ‚New Work‘ ist mittlerweile unumgänglich. Kathleen Ix, Innovation und Strategy Director, beantwortet in unserem neuesten Blogpost Fragen zum Thema Digitalisierung im Zusammenhang mit modernem Arbeiten. Welche Chancen ergeben sich, was macht ein Arbeitsumfeld innovationsfördernd und welchen Einfluss hat die digitale Transformation auf Unternehmen und ihre Mitarbeiter?

 

1. Modernes Arbeiten, alle reden darüber. Aber was steckt dahinter?

Modernes Arbeiten steht in erster Linie für mehr Freiheiten: weg vom 9-5-Denken hin zu einem flexiblen, an die individuellen Lebensbedürfnisse angepasstes Arbeiten. Modernes Arbeiten ermöglicht dem Einzelnen ein selbstbestimmteres Arbeiten. Im Idealfall ist der Mitarbeiter eingeladen, Arbeitsprozesse und -räume mitzugestalten, um seine Produktivität und Energie optimal nutzen zu können.

 

2. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Chancen, die sich aus der Digitalisierung ergeben?

Eine große Chance ist die Zusammenarbeit mit Kollegen, aber auch Kunden, unabhängig von Zeit und Ort. In zunehmend globalisierten und schnelllebigen Zeiten wird das schnelle, einfache Einholen von Wissen, Feedback und Inspiration unerlässlich. So kann die Problemlösung effizient und kundenorientiert angegangen werden.

 

3. Wie kann man sicherstellen, dass das Arbeitsumfeld für Teams innovationsfördernd ist?

Die Möglichkeiten sind schier endlos. Das Wichtigste ist, das Maßnahmen auf die Situation und Bedürfnisse des einzelnen Unternehmens zugeschnitten sind. Es gibt nicht das „one size fits all“ toolkit. Grundsätzlich gilt aber: Man sollte immer bei der Haltung anfangen. Jeder im Team sollte Neuerungen für sich als Chance erkennen und annehmen. Denn zu oft werden Veränderungen in erster Linie als Bedrohung wahrgenommen. Dies schürt Angst und Abwehrreaktionen. Dann geht es darum das Team zu befähigen, Ideen für Neuerungen selbst hervorzubringen und/oder diese umzusetzen. Hierfür könnte man zum Beispiel Prozesse aufbauen, die das schnelle, risikofreie Entwickeln und Testen von Prototypen ermöglichen. Eine andere Möglichkeit ist das Aufsetzen einer internen Mitarbeiter-Community für das einfache, funktionsübergreifende Teilen von Beobachtungen, Ideen oder Projekt-Erfolgen. Außerdem ist die räumliche Umgebung entscheidend, um eine Atmosphäre zu schaffen, die Inspiration und Kreativität fördert. Hier sollte es neben der Kaffeemaschine Orte geben, die den Austausch, auch den spontanen, ungeplanten Austausch, unterstützen. Gleichzeitig sollte man auch Rückzugsorte bieten. Denn Kreativität bedarf immer auch tiefes (Nach-)Denken des Einzelnen.

 

4. Ein Prozess muss kurzfristig geändert werden. Wie kann man dafür sorgen, dass Mitarbeiter die Änderung akzeptieren?

Das Wichtigste ist in solchen Fällen Ehrlichkeit und somit Authentizität. Also klar kommunizieren, warum es kurzfristig zu Änderungen gekommen ist und was man daraus gelernt hat, um solch ein Fall zukünftig zu verhindern oder besser damit umzugehen.

 

5. Wie kann man Vernetzung in Teams fördern? Wie kann man Silo-Strukturen in der Unternehmenskommunikation vermeiden?

Generell sollten in Projektteams immer auch Vertreter aus den unterschiedlichen Funktionen involviert sein. Das Vermeiden von Silos kann darüber hinaus zum Beispiel über interne Mitarbeiter-Communities vermieden werden. Im Rahmen der geschlossenen Communities kann ein einfacher länder- und funktionsübergreifender Austausch sowie Ideengenerierung stattfinden. Digitale Messaging-Dienste wie Microsoft Teams oder Slack unterstützen die schnelle Kommunikation in Teams. Aber natürlich sollte der persönliche Austausch nicht zu kurz kommen. Zum Beispiel über regelmäßig stattfindende Events, die unterschiedliche Abteilungen einladen, „ihre“ Themen vorzustellen und Anregungen einzuholen oder regelmäßig organisierte Lunch-Dates für das Vernetzen unterschiedlicher Abteilungen.