London Symphony Orchestra

Tanz auf dem Vulkan. 

IN KÜRZE

Das 1904 gegründete London Symphony Orchestra (LSO) ist ein weltberühmtes Musikkollektiv, das auf künstlerischer Eigenständigkeit und Partnerschaft beruht. Von seiner langjährigen Residenz im Barbican Centre in London aus gibt das LSO jedes Jahr 70 Sinfoniekonzerte und hat es sich zur Aufgabe gemacht, großartige Musik einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen.

Seit der Gründung, war das LSO trotzig anders und stolz darauf, Pionierarbeit zu leisten. Uraufführungen inzwischen populärer Werke, Beziehungen zu einigen der bedeutendsten Dirigent*innen und weltweit führende Musikbildungs- und Gemeinschaftsprogramme – das LSO hat ein einzigartiges Ethos, einen unnachahmlichen, unverwechselbaren Klang und hat sich seinen Ruf als eines der fünf besten Orchester der Welt verdient.

Anlässlich des Beginns der neuen LSO-Saison 2020 'Dancing on the Edge of a Volcano' haben wir die erste Live-Aktionskampagne ins Leben gerufen, um die klassische Musik der ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts zu zelebrieren.

UNSERE AUFGABE

Inspiriert von einer wörtlichen Neuinterpretation des Saisonthemas "Dancing on the Edge of a Volcano" haben wir gemeinsam mit dem Found Studio und der Tänzerin Ella Robson Guilfoyle eine dramatische, explosive und spannungsgeladene Live-Action-Kampagne entwickelt. 

Der Film fängt die Unbeständigkeit dieser Zeit ein und bringt abstrakte und wörtliche Momente zusammen, die die Tänzerin flüchtig in Bewegung zeigen.

Dem ursprünglichen Geist des LSO treu bleibend, folgt die Choreographie des Tänzers der Bewegung des Taktstocks von Sir Simon Rattle, der Strawinskys Frühjahrsweihe dirigiert. Um die Präzision des Rhythmus zu unterstreichen, tritt er selbst in einer Reihe von Sequenzen auf.

Um die Kraft und die explosiven Momente der Musik widerzuspiegeln, tanzte Ella in einem Wirbel ausdrucksstarker Bewegungen. Zuerst mit Stoff, einer Grundschicht der Bewegung, dann mit Wunderkerzen, Leuchtkugeln, Rauchgranaten und Kreidestaub und schließlich in einem in voller Länge gefilmten Tanz, der mit einem zusätzlichen Echoeffekt gefilmt wurde, um eine Bewegungsspur zu erzeugen, die verblasst und wieder zum Leben erwacht, wodurch eine feurige, flammenähnliche visuelle Darbietung entsteht.

Der Film hatte seine Premiere im Barbican in London, der Residenz des LSO, sowie auf digitalen und sozialen Plattformen. Die sorgfältig ausgewählten, mit Typografie komponierten Standbilder wurden für die gedruckten Kommunikationsmaterialien der Saison entworfen, wobei sichergestellt wurde, dass die Tänzerin genau wie im Film immer zu sehen ist. Dadurch wird eine ungewöhnliche Balance zwischen Abstraktion und Realität geschaffen.

„‘Tanz auf dem Vulkan‘ ist ein Ausdruck, den Alban Berg und andere zur Beschreibung der aufgeheizten Stimmung im Deutschland der 1930er Jahre verwendeten. Es ist ein außergewöhnlicher Ausdruck, der uns inspiriert hat, zu erforschen, was in der Musikwelt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts passierte. Diese Ära brachte einige der düstersten Musikstücke hervor. Zum Beispiel Weberns „Sechs Stücke für Orchester“, die wir in der Eröffnungswoche hören werden, lassen die Katastrophen der Zukunft erahnen: Üppig, aber dennoch klitzeklein und intensiv, mit der Kraft der Salzsäure, gehen sie direkt ins Herz. Genau dorthin hoffen wir, Sie in dieser Saison mitzunehmen."

SIR SIMON RATTLE
Music Director, London Symphony Orchestra